Feldberg - Bergpreis für Motorräder
In den 20er Jahren fand der Feldberg - Bergpreis auf der 8 km
langen Strecke zwischen Hohe Mark und Sandplacken statt.
Es waren Läufe zur Deutschen Motorrad - Bergmeisterschaft.

1921

Otto Glöckler

Otto Glöckler weiße Jacke

Gesamtsieger

PlatzFahrerHerkunftMaschineErfolge
1. Otto Glöckler Frankfurt/M. NSU/1000cm³  

Die Klassensieger

PlatzFahrerHerkunftMaschineErfolge
1. Krug   Ardie/350cm³  
1. F. Herzberger   NSU/500cm³  

Zu dritt am Start

Bei den Bergrennen starteten drei Fahrer gleichzeitig, also kein Massenstart.

Links eine UT mit Bekama-Motor (1925 oder 1926 hergestellt). Fahrer entweder Max Kiemel
oder Erwin Gehring aus Stuttgart. Mitte Georg Wünsche/Horex, rechts Franz Müller/Zürtz-Rek.
Archiv Walter Ernst Neu-Anspach.
Deutscher Meister der Jahre 1920 und 1921 wurde Josef Müller/Düsseldorf/NSU/1000cm³.

1922

Gesamtsieger

PlatzFahrerHerkunftMaschineErfolge
1. Fritz Kleemann Bad Homburg Engl. Triumph 750cm³  

Fritz von Opel siegte in der 150er-Klasse

Fritz von Opel

gewinnt am 23.10.1922 das Feldbergrennen auf Opel/150cm³,
fährt am 23.5.1928 mit dem Opel-Raketenwagen RAK 2 mit 230 km/h neuen Rekord,
stellt am 23.6.1928 mit RAK 3 einen neuen Weltrekord für Schienenfahrzeuge auf, 254 km/h,
gelingt am 29.9.1929 mit Opel-Sander RAK 1 der erste öffentliche Raketenflug.

Die Klassensieger

PlatzFahrerHerkunftMaschineErfolge
1. Fritz von Opel Rüsselsheim Opel/150cm³  
1. Fritz Knappke   Opel/250cm³  
1. Hans Kathe   Wanderer/350cm³  
1. Fritz Kleemann Bad Homburg Eng. Triumph 500cm³  
1. Fritz Kleemann Bad Homburg Eng. Triumph 750cm³  
1. Fritz K. Mettenheimer Königstein NSU/1000  
1. Hugo und Gretel Kalinowski Frankfurt/M. Victoria-SW/500  
1. F. Götz   Engl. Triumph-SW/750  

Hugo und Gretel Kalinowski
(Fotos von Jürgen Roth)
Klassensieg beim Feldbergrennen

Rheinische Volkszeitung
Doppelsieg für Fritz Kleemann aus Bad Homburg auf
Engl. Triumph. Wer eine englische Maschine fährt, so
dachte vermutlich der Journalist der Rheinischen
Volkszeitung, der muss Engländer sein, - und
schrieb Kleemanns Namen englisch:īKlemen`.

Auch 1923 wurde Josef īJupp` Müller/Düsseldorf/NSU/1000cm³ Deutscher Motorradmeister.

1924

Gesamtsieger

PlatzFahrerHerkunftMaschineErfolge
1. Fritz K. Mettenheimer Königstein Sunbeam/500  

Die Klassensieger

KlasseFahrerHerkunftMaschineErfolge
150cm³/Klasse A
150cm³/Klasse B
1. Adolf Mahr .......13:40
1. Josef Klein .........8:50
 
Merzig
Cockorell/150
Allright/150
 
Europam. 1929
250cm³
Klasse A u.Klasse B
1. Willi Stork ............9:36
1. Philipp Karrer...... 7:07
 
Frankfurt/M.
Horex
Horex
 
350cm³ A/B 1. Georg May............. 7:28
1. Josef īSepp` Klein 7:18
 
Merzig
F.N.
Allright/350
 
EM 1929
500cm³ A/B 1. B. von Eckartsberg 7:17
1. Mettenheimer .........6:09
 
Königstein/Ts.
Sunbeam
Sunbeam
 
über 500cm³ A/B 1. Gerhard Becker ..8:08
1. Debowiak ............7:10
  Indian 750
D-Rad
 
Seitenwagen
500cm³
1. Heinz Kruck....... 9:13   Sarolea/SW/500  
Seitenwagen
über 500cm³
1. Ludwig Schweitzer 8:56 Coblenz Harley-D/SW/750  

Egidius Wagner Montgommery

Egidius Wagner auf Montgommery
Foto Manfred Schleissing

Die Deutschen Motorradmeister (von 175 bis 1000cm³ aufw.) des Jahres 1924:

Hans Letnar/Cockerell/175cm³, Reinhard von König-Fachsenfeld/Cotton/250 (ADAC) und Jakob Weißmantel
/Zündapp/250 (DMV), Erich Pätzold/Hannover/Imperia/350 (ADAC) und Herbert Ernst AJS/350 (DMV), Franz Bieber
/BMW/500 (ADAC) und Albert Schuster /Wanderer/500 (DMV), Toni Bauhofer/München/ Megola/Dopp.-Meister
über 750 und 1000cm³, Seitenwagen: Rubin/Harley-Davidson.

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1925

Am Start 149 Motorräder

Gesamtsieger/innen

PlatzFahrerHerkunftMaschineErfolge
1. Karl Schäfer Frankfurt/M. New Imperia/1000 Solo
1. Friedel Wessinger Pforzheim Wanderer/1000cm³ Seitenwagen-
Gesamtsiegerin

Wunderbar! Eine Frau zeigt den Männern das Rücklicht.

Die Klassensieger (P= bester Privatfahrer)

PlatzFahrerHerkunftMaschineErfolge
1. Wilhelm Röth Ingelheim GRADE/125cm³ Privatfahrer
1. Fritz Werrhausen Frankfurt/Main GRADE/125cm³ Industriefahrer
1. Otto Grohé Griesheim DKW/175cm³ Privatfahrer
1. Arthur Geiß Pforzheim DKW/175cm³ 5x DM/Industriefahrer
1. Emil Kern Pforzheim M.T./250cm³ Privatfahrer
1. Philipp Karrer Frankfurt/M. Horex/250cm³ Industriefahrer
1. Willi Schwarz Coblenz Sarolea/350cm³ Privatfahrer
1. Fritz Kleemann Bad Homburg Horex/350cn³ Industriefahrer
1. August Rossel Wiesbaden Sunbeam/500cm³ Privatfahrer
1. Hans Geyer Wiesbaden BMW/500cm³ Industriefahrer
1. Adolf Metzger Frankfurt/M. Montgomery/750cm³ Privatfahrer
1. Otto Glöckler Frankfurt/M. Norton/750cm³ 2. Erich Pätzold/Köln/Imperia,
beide Industriefahrer
1. Dr. Lharp Bad Nauheim Harley-Davidson/1000cm³ Privatfahrer
1. Carl Schäfer Frankfurt/M. New Imperial/1000cm³ Industiefahrer
1. Ernst Hofmann Offenbach Engl. Triumph/1000cm³ Privatfahrer
1. Erich Pätzold Köln Imperia/SW/600cm³ Industriefahrer
1. Friedel Wessinger Pforzheim Wanderer/SW/1000cm³ Privatfahrerin
1. L. Schweitzer Coblenz Harley-Davidson/SW/1000cm³ Industriefahrer

Die Deutschen Motorradstraßenmeister des Jahres 1925:

Hermann Weber/DKW und/oder Hans Sprung/Zschopau/DKW/175 (wurde auch Bahnmeister), Josef Stelzer/
München/BMW/250, Arthur Lohse/Chemnitz/Schüttoff/350, Tramm und/oder Rudolf Reich/BMW/500cm³, Erich
Pätzold/Imperia/750, Ernst Ißlinger/Harley-Davidson/1000cm³, Seitenwagen: Erich Pätzold/Imperia.

°

1926

Hans Hieronymus als Staßenrennfahrer Zehnter Sieg beim G. Tourenpreis von Tschechien
Hans Hieronymus auf der Grasbahn Hans Hieronymus als Zementbahnfahrer
Viermal Hans Hieronymus

Fotos, auf denen er als Strassen- , Gelände- und als Bahnfahrer zu sehen ist.
Am Feldberg jedoch gewann er 1926 auf einer Ermag-250cm³ vor 10 000 Zuschauern nicht nur in seiner Klasse,
sondern war von allen 128 angetretenen Fahrern der schnellste, schneller auch als die 1000cm³- Maschinen.
Joachim Fritz http://meisterdinger.de/fahrer/hieronymus/index.htm stiftete die Fotos,

Gesamtsieger

PlatzFahrerHerkunftMaschineErfolge
1. Hans Hieronymus Erlangen Ermag/250cm³  

Die Klassensieger (P= bester Privatfahrer)

PlatzFahrerHerkunftMaschineErfolge
1. A. Sourdot Genf Monet-Goyoni/175cm³  
1. August Bohrmann Frankfurt/M. New Gerrard/350cm³  
1. Karl Eickelmann Wiesbaden Ariel Wiesbaden Ariel/500cm³  
1. Wilhelm Glöckler Frankfurt/M. Norton Frankfurt/M. Norton/750cm³  
1. Fritz Kleemann Bad Homburg Horex/1000cm³  
1. SW-Gesamtsieger Fritz Pullig Frankfurt/M. Güldner/600cm³-SW vor Franz Bücker/
Oberursel auf Bücker
1. Karl Engel Griesheim BSA/1000cm³-SW  
1. Wilhelm Schwarz Koblenz Diabolo-Cyclecars war ein Dreirad-Fahrzeug,
das 1922 bis 1927 in Stuttgart
und Bruchsal hergestellt wurde

1926 wurden folgende Fahrer Deutsche Meister ihrer Klasse: Arthur Müller/Chemnitz/DKW/175,

Franz Islinger/Mannheim/NSU/250 und/oder Arthur Geiss/DKW, Arthur Lohse/Chemnitz/Schüttoff/350,
Ernst J. Henne/Weiler und München/BMW/500, Paul Rüttchen/Erkelenz/Harley-Davidson/1000cm³.

°

1927

Karl Raufenbarth
Karl Raufenbarth gewann 1927 in der 175er-Klasse
Archiv der Schreinerei Kunz GmbH Oberursel
PlatzFahrerHerkunftMaschineErfolge
1. Karl Raufenbarth Oberursel Bücker/175cm³ Sieg in Schotten 1926
2. Karl Hölzer Frankfurt/M. MWH/175cm³  

°
PlatzFahrerHerkunftMaschineErfolge
1. Eugen Gerlach Weil im Dorf Standard/250cm³  
2. Walter Glöckler Frankfurt/M. NSU/250cm³ D. Spw-Meister 1950
3. Paul Bittorf Offenbach Ermag/250cm³  

°
PlatzFahrerHerkunftMaschineErfolge
1. Wilhelm Schwarz Koblenz AJS/350cm³  
2. August Bohrmann Frankfurt/M. Ardie/350cm³  
3. Georg Franke Frankfurt/M. AJS/350cm³ Der Pokal für Platz 3
Mit freundl. Genehmigung
von Birgit Weise
4. A. Keller Fulda Rennsteig/350cm³  

°
PlatzFahrerHerkunftMaschineErfolge
1. Arthur F. Dom Ludwigsburg Standard/500cm³ DM 1930/350cm³
2. Alois Stößer München FN/500cm³  
3. Josef Klein Frankfurt/M. Horex/500cm³ EM 1929/175cm³
4. H. Soenius Köln BMW/500cm³ 8X DM
5. Otto Ley Nürnberg Triumph/500cm³ 6X DM
6. Hans Bach Frankfurt/M. Sunbeam/500cm³  

°
Links der Doppelsieger von 1927
Der Doppelsieger des Jahres 1927 Arthur F. Dom auf Standard, Startnummer 51.
archiv: hendrik-hecht@standard-gutbrod.de

PlatzFahrerHerkunftMaschineErfolge
1. Arthur F. Dom Ludwigsburg u. NL Standard/750cm³ Doms Zeit reichte auch zum
Sieg in der 1000cm³-Klasse
2. Philipp Karrer Fankfurt/M. Horex/750cm³ Zeit reichte zum 2. Pl.
in der 1000cm³-Klasse
3. Josef "Sepp" Klein Frankfurt/M. Horex/750cm³ EM 1929/175cm³
4. F.K. Mettenheimer Königstein/Ts. BMW/750cm³  
5. H. Soenius Köln BMW/750cm³ 8X DM
6. E.Eberle Frankfurt/M. Imperia/750cm³  
7. Karl Raufenbarth Oberursel Bücker/750cm³  

Eine Frau gewann den Feldberg - Bergpreis 1927:

Lore Keller (später Stößer) besiegte alle ihre männlichen Kollegen
in der SW - Klasse bis 600cm³.

PlatzFahrerHerkunftMaschineErfolge
1. Lore Keller später Stößer München FN/600cm³/SW FN-Belgien
2. A. Munk Offenbach/M. BMW/600cm³  
3. Franz Bücker Oberursel Bücker/600cm³  
4. W. Schmidt Frankfurt/M. Horex/600cm³  

Lore Keller war schneller als der Sieger der 1000 cm³ - Klasse.

Es ist sehr schade, dass es kein Foto von ihr gibt. Oder doch?
Wer hat ein Foto von Lore Keller für diese Internet-Seite ?

PlatzFahrerHerkunftMaschineErfolge
1. M. Helbing Bochum Wanderer-SW/1000cm³  
2. R. Trapp Darmstadt Victoria-SW/1000cm³  
3. A. Wohlfahrth Frankfurt/M. Imperia-SW/1000cm³  
4. M. Link Frankfurt/M. Imperia-SW/1000cm³  
5. W. Wingerter Frankfurt/M. Harley-Davidson-SW/1000cm³  

Die Deutschen Straßenmeister des Jahres 1927:

Hans Sprung/Zschopau/DKW/175, Walfried Winkler/Chemnitz/DKW/250, Herbert Ernst/Breslau
/AJS/350 (auch Z-Bahnmeister auf U.T.), Hans Soenius/Godorf/BMW/500, Ernst Jakob Henne/
Weiler bzw. München/BMW/750/, Paul Rüttchen/Erkelenz/Harley-Davidson/1000cm³.

°

Europameister wurde Willy Henkelmann/Wanne-Eickel/DKW/175 (vor Arthur Geiß/Pforzheim/DKW/175),

Sepp Stelzer/ München/BMW/750/ und Sepp Giggenbach/Mühldorf/Bayerland-Jap/1000cm³.

°
1925 Großer Feldberg im Taunus
Hier ein Foto aus dem Gästebuch des Alten Feldberghauses im Hochtaunus - Kreisarchiv Bad Homburg

Weitere populäre Fahrer,

die beim Feldbergrennen am Start waren:
Karl Schul / Rudge (Zementbahnspezialist), Giggenbach (Europameister 1927/1000cm³),
Poschenrieder, von Delius, Philipp Ungeheuer / Oberreifenberg / FN, A. Brendel / Oberreifenberg / Adler.

Die folgenden Fahrer

waren vor dem Krieg bei den Bergrennen und nach dem Krieg bei den Rundstreckenrennen am Start:
Otto Kohfink, F.Minderlein, Kurt Nitschky/NSU - 2X D. Vizem., Siegfried Wuensche, H.P. Mueller, Ewald Kluge, Heiner
Fleischmann, Kurt Mannsfeld, Hermann Gablenz, Bernhard Petruschke, Franz Vaasen, Fritz Klaeger, Rudi Knees,
Karl Raufenbarth, E. Pruente/Puch/NSU, Rudi Meier, Karl Lottes, Bruno Ziemer aus Danzig, Georg Braun, Friedel Schön.
Und, wenn Sie wissen wollen, warum die Polzei 1904 am Feldberg die allgemeine Höchstgeschwindigkeit
von 30 km/h aufheben musste, dann gehen Sie auf: www.philipp-ludwigs-erben.de

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Anregungen, Kritik und Kommentare bitte an: Hansjoerg.Meister@Haus-B.de   Letzte Änderung dieser Seite: 10.10.2015