Feldbergrennen

Großer Feldberg im Taunus _auf Seite 14

Oberreifenberg um 1950

Streckenplan Eintrittskarte

 
  • Fünfzig Jahre lang wurden mit mehreren Unterbrechungen im Taunus Automobil- und Motorradrennen ausgetragen. Das erste Motorradrennen fand bereits 1904 statt. Das waren gerade mal 19 Jahre nachdem Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach ihren ´Reitwagen`, so nannten sie das erste Motorrad der Welt, gebaut hatten.

    Ab 1921 war der Start an der ´Hohe Mark` und das Ziel am Sandplacken, Länge der Strecke acht km. Ab 1935 wurde die Strecke um vier km bis zum Großen Feldberg verlängert.

    Die Rennen zählten zur Deutschen Bergmeisterschaft.

    Am 2. Oktober 1950, fünf Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges, starteten wieder die Motoren zum Feldbergrennen. Jetzt aber auf einer Rundstrecke rund um den Großen Feldberg im Taunus. Start und Ziel war am Haus Brenner in Oberreifenberg.

  • Nach der Kapitulation am 8.Mai 1945 fühlten sich die meisten Menschen in Deutschland als schuldige Verlierer des Krieges, viele empfanden das Kriegsende zu einem Teil als Befreiung, zum anderen Teil aber auch als Demütigung. Theodor Heuss sprach damals von einem kollektiven Schuldgefühl und einer daraus resultierenden Scham.

    Erfolge, an denen man sich aufrichten konnte, ließen zu dieser Zeit noch auf sich warten. Idole suchten die jungen Leute vergebens, denn Künstler, Schriftsteller und andere Intellektuelle hatten Deutschland verlassen müssen oder waren ermordet worden. Die Überlebenden kamen verständlicherweise nur zögernd oder auch gar nicht mehr nach Deutschland zurück.

    Da blieben nur die Sportler, mit deren Erfolgen sich die Menschen identifizierten konnten. Sie, die Sportler, waren die ersten, die Deutschland wieder etwas Ansehen in der Welt verschaffen konnten.

    Aus den ersten zehn Jahren nach dem Krieg sind mir noch viele Namen in Erinnerung geblieben: Gottfried von Cramm, Hein ten Hoff, Gerhard Hecht, Edgar Basel, Herbert Klein, Ursula Happe, Herbert Schade, Heinz Ulzheimer, Werner Lueg, Heinz Fütterer, Ehepaar Falk, Mirl Buchner, Ossi Reichert, Beni Obermüller, Sepp Weiler, Ostler / Nieberl, Gundi Busch, Heinz Müller, H.G. Winkler, Fritz Thiedemann und natürlich die Fußball-Nationalmannschaft von 1954 mit Fritz und Otmar Walter, Helmut Rahn, Jupp Posipal, Toni Turek, Horst Eckel, Werner Liebrich, Max Morlock, Werner Kohlmeyer, Karl Mai und Hans Schäfer.

    Die Stars jedoch waren für mich, der ich zur Zeit der Feldbergrennen 11 bis 15 Jahre alt war, die Männer mit ihren schnellen Maschinen. Sie lockten viele Menschen in den Taunus, 1951 wurden zum Beispiel 130.000 Eintrittskarten verkauft, 1953 und 1954 sollen es sogar 180 000 Zuschauer gewesen sein.

    Text: Hansjörg Meister.

    Ergebnisse der Feldbergrennen:

      1950 1951 1952 1953 1954
    125 ccm Ergebnisse Ergebnisse Ergebnisse Ergebnisse Ergebnisse
    250 ccm Ergebnisse Ergebnisse Ergebnisse Ergebnisse Ergebnisse
    350 ccm Ergebnisse Ergebnisse Ergebnisse Ergebnisse Ergebnisse
    500 ccm Ergebnisse Ergebnisse Ergebnisse Ergebnisse Ergebnisse
    500 bzw. 600 ccm Seitenwagen (SW) Ergebnisse Ergebnisse Ergebnisse Ergebnisse Ergebnisse
    750 bzw. 1.200 ccm Seitenwagen (SW) Ergebnisse Ergebnisse Ergebnisse    
    Rennwagen Formel 3, 500 ccm Ergebnisse        
    Sportwagen 1.100 ccm Ergebnisse        
    Kurzbiografien Kurzbiografien        
    Feldberg - Bergpreis für Automobile Die Sieger        
    Feldberg - Bergpreis für Motorräder Die Erfolgreichsten        
    Erinnerungsstuecke Erinnerungsstuecke        
    Feldberg - Bergpreis 1934 Feldberg - Bergpreis 1934        
    Feldberg - Bergpreis 1935 Feldberg - Bergpreis 1935        
    Feldberg - Bergpreis 1936 Feldberg - Bergpreis 1936        
    Großer Feldberg im Taunus Großer Feldberg im Taunus        



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